Stimmungsvolles Ambiente mit grandiosem Ausblick über Berlin – es sei denn, man sitzt etwas beengt an den Zweiertischen im schmalen Eingangsbereich und hat einen Stützpfeiler im Sichtfeld.
Das Essen kann leider nicht allzu positiv überraschen. Mediterrane Gerichte auf anständigem Niveau, jedoch ohne Pfiff, ohne Rafinesse, manchmal sogar langweilig.
Die Weinkarte ist eine veritable Zumutung. Im Preissegment bis ca. 150 Euro ist kaum ein spannender Wein zu finden. Auch ein Sommelier ist nicht wirklich hilfreich, wenn er nur Positionen von der Karte abliest.
Vielleicht ein schlechter Tag fürs Team, aber so bleibt der erste Eindruck getrübt, und es gibt in Berlin glücklicherweise noch Weiteres zu entdecken.
Michelin: *, GM 18, JW: + (erwähnenswert)
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13. April 2009 von Julien
Konzetriert, dicht, tief. Nach dem Einschenken zunächst deutliches Bouqet von reifer Sauerkirsche, die sich dann legt und Waldaromen weicht.
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Rauchiges, verführerishes, feines, sehr viel versprechendes Bouqet, äußerst elegant. Im Glas Tabak und Zigarrenkiste; seidige Tannine. Bis hierhin groß, dann im Abgang leider recht kurz. Weiterlesen »
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Das Bouqet ist mittlerweile schon etwas schwächer präsent und offenbart Noten von Lakritz, Anis, Birne. Mineralisch am Gaumen, exzellente Länge mit nussigem Abgang. Weiterlesen »
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Schön, dass es Gäste gibt, die zu einer Essenseinladung zu einem nach Hause einen guten Tropfen mitbringen. Schöner noch, wenn es Gäste gibt, die hierzu mit einem Mouton Rothschild aufkreuzen (danke, Anna!). Weiterlesen »
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30. August 2008 von Julien
Die Weinprobe bei mir am vergangenen Samstag stand unter dem Motto Spanien. Sieben Flaschen und neun Freunde waren die Rahmenbedingungen für diesen langen, heiteren und erkenntnisreichen Abend.
Das Thema Spanien war von vornherein für mich von großem Interesse, denn man wird in der Weinwelt nicht sehr häufig mit spanischen Kreszenzen konfrontiert. Die Weinkarten der besten Restaurants führen vielleicht eine Seite Vega Sicilia oder Pingus; die einschlägigen Weinführer sind ebenso verschwiegen, und im Weinhandel… lassen wir das. Zu Recht? Weiterlesen »
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Untermuhltal in Baerenthal – hinter diesen scheinbar unwirklichen Ortsangaben verbirgt sich ein kulnarisches Paradies allerhöchster Güte; mitten im Wald. Hier, im „l’Arnsbourg“ im Elsass, kreiert Jean-Georges Klein avantgardistische Gerichte von höchster Kreativität und einem Genusserlebnis, an das meine Begleitung und ich uns lange erinnern werden.
Das „Menu Découverte“ besteht – zählt man auch alle Amuse-Bouches („Petits Savoureux Apéritifs“) und sonstigen außerordentlichen Aufmerksamkeiten hinzu (und das kann man bedenkenlos tun) – mindestens aus 25 Gängen. Weiterlesen »
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…heißt Christian Lohse (oder zumindest das von ihm geführte Restaurant), und er fischt die frischen Fische wahrscheinlich nicht selbst, aber serviert sie. Und zwar so frisch, dass ich mich frage, warum das in Berlin möglich ist, nicht jedoch in Hamburg. Aber das ist ein anderes Gewässer; zurück an die Spree.
Die Vorspeise ist gleich ein fulminanter Auftakt. Die Terrine von der Gänsestopfleber auf geräuchertem Havelaal mit Pfefferkaramell und Konfitüre von violetten Auberginen ist eine ungewöhnliche und sehr harmonische Kombination. Weiterlesen »
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Diesem sehr sympathischen Restaurant in einer weniger sympathischen Gegend Kölns widme ich meinen zweiten Besuch binnen einiger Wochen. Besonders gespannt ich, ob mein etwas angeschlagener Eindruck des ersten Besuchs wettgemacht werden kann.
Der erste Besuch war leider eher ein Diminuendo; will heißen: die Vorspeise war exzellent (Kalbsbries mit glasierten Haselnüssen auf Enten-Jus mit Amontillado, dazu kleiner Zwiebelkuchen und Sandwich von Chicorée mit Entenconfit); das Hauptgericht war leider recht unharmonisch und kam etwas plump daher (Milchkalbsrücken, der viel zu kreuzkümmellastig war, dazu eine hausgemachte Barbecue-Sauce, die, zusammen mit dem Cumin, das Kalb leider völlig untergehen ließ); und das Dessert war handwerklich fehlerhaft – der Schokoladenkuchen zerbröselte aus Mangel an Butter in trockene kleine Stücke. Dabei waren stets alle Zutaten von erkennbar bester Qualität, und die Anrichtung sehr ansprechend und kreativ. Es muss also noch besser gehen; vielleicht wollte heute nur keiner so recht. Weiterlesen »
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Heute, bei Karstadt, gegen 09.47 Uhr in der Weinabteilung, erhasche ich fragmentarisch folgenden Dialog zwischen einem hilflosen, aber hoffnungsvollen Kunden K und zwei zielstrebigen Fachverkäufern Herrn F1 und Frau F2:
K, im Anzug, am Eingang zur Weinabteilung: “Ich suche einen guten Wein! Ich kenne mich da nicht aus.“
F1: „Ja, dann kommen Sie mal mit!“.
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