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L’Arnsbourg

Untermuhltal in Baerenthal – hinter diesen scheinbar unwirklichen Ortsangaben verbirgt sich ein kulnarisches Paradies allerhöchster Güte; mitten im Wald. Hier, im „l’Arnsbourg“ im Elsass, kreiert Jean-Georges Klein avantgardistische Gerichte von höchster Kreativität und einem Genusserlebnis, an das meine Begleitung und ich uns lange erinnern werden.

Das „Menu Découverte“ besteht – zählt man auch alle Amuse-Bouches („Petits Savoureux Apéritifs“) und sonstigen außerordentlichen Aufmerksamkeiten hinzu (und das kann man bedenkenlos tun) – mindestens aus 25 Gängen. Weiterlesen »

Fischers Fritz

…heißt Christian Lohse (oder zumindest das von ihm geführte Restaurant), und er fischt die frischen Fische wahrscheinlich nicht selbst, aber serviert sie. Und zwar so frisch, dass ich mich frage, warum das in Berlin möglich ist, nicht jedoch in Hamburg. Aber das ist ein anderes Gewässer; zurück an die Spree.

Fischers Fritz Die Vorspeise ist gleich ein fulminanter Auftakt. Die Terrine von der Gänsestopfleber auf geräuchertem Havelaal mit Pfefferkaramell und Konfitüre von violetten Auberginen ist eine ungewöhnliche und sehr harmonische Kombination. Weiterlesen »

Diesem sehr sympathischen Restaurant in einer weniger sympathischen Gegend Kölns widme ich meinen zweiten Besuch binnen einiger Wochen. Besonders gespannt ich, ob mein etwas angeschlagener Eindruck des ersten Besuchs wettgemacht werden kann.

Restaurant Le Moissonnier, Köln Der erste Besuch war leider eher ein Diminuendo; will heißen: die Vorspeise war exzellent (Kalbsbries mit glasierten Haselnüssen auf Enten-Jus mit Amontillado, dazu kleiner Zwiebelkuchen und Sandwich von Chicorée mit Entenconfit); das Hauptgericht war leider recht unharmonisch und kam etwas plump daher (Milchkalbsrücken, der viel zu kreuzkümmellastig war, dazu eine hausgemachte Barbecue-Sauce, die, zusammen mit dem Cumin, das Kalb leider völlig untergehen ließ); und das Dessert war handwerklich fehlerhaft – der Schokoladenkuchen zerbröselte aus Mangel an Butter in trockene kleine Stücke. Dabei waren stets alle Zutaten von erkennbar bester Qualität, und die Anrichtung sehr ansprechend und kreativ. Es muss also noch besser gehen; vielleicht wollte heute nur keiner so recht. Weiterlesen »

Heute, bei Karstadt, gegen 09.47 Uhr in der Weinabteilung, erhasche ich fragmentarisch folgenden Dialog zwischen einem hilflosen, aber hoffnungsvollen Kunden K und zwei zielstrebigen Fachverkäufern Herrn F1 und Frau F2:

K, im Anzug, am Eingang zur Weinabteilung: “Ich suche einen guten Wein! Ich kenne mich da nicht aus.“
F1: „Ja, dann kommen Sie mal mit!“.

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Pierre Gagnaire ist Exzentriker, Liebhaber moderner Kunst, Ästhet und: ein genialer Koch. Die Reise nach Paris an diesem Wochenende war ihren Besuch allein seinetwegen wert – ganz so, wie der Guide Michelin seine höchste Auszeichnung (drei Sterne) definiert.

Die Gerichte bestachen natürlich durch die Qualität der Produkte, überwältigten jedoch durch unverfälschte, vollkommene, harmonische Aromen aller Ingredienzen. Auch ist auf keinem Teller eine Zutat als Beilage zu auszumachen: jedes Gericht ist ein vollkommenes Meisterwerk des Geschmacks und der Komposition.

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Zu Gast im elBulli

Unscheinbar liegt das Restaurant in einer Bucht im Hinterland des kleinen Ortes Roses an Spaniens Costa Brava. Die zahlreichen Serpentinen offenbaren ein malerisches Panorama auf das Mittelmeer und einen respektvollen Blick nach rechts, die Abhänge hinunter, denn eine Leitplanke sucht man hier vergebens.

Bucht nahe elBulli, Roses, Costa Brava, Spanien Wenden sollte man auf dieser Strecke besser nicht. Das möchte hier wahrscheinlich auch niemand, denn der Weg dieser Straße führt geradewegs zum elBulli, dem Restaurant von Ferran Adrià. Weiterlesen »